Rationaler Antibiotikaeinsatz durch Information und Kommunikation: Fragen?

  • Wieso wurde das Forschungsprojekt RAI initiiert?

    Derzeit sind relevante neue Antibiotika-Wirkstoffe, insbesondere gegen gram-negative Erreger, nicht in Aussicht. Die rationale Anwendung der verfügbaren Antibiotika ist somit wichtiger als je zuvor.

    Zugleich ist das Problem der Resistenzentwicklung vielschichtig. Potentiell beeinflussbare Faktoren finden sich im tiermedizinischen und landwirtschaftlichen Bereich, in der stationären und ambulanten Humanmedizin, aber auch bei der Aufklärung von Fernreisenden. In diesem Forschungsprojekt wird daher untersucht:

    • ob es möglich ist durch ein gezieltes kommunikatives und informatives Vorgehen in den einzelnen Bereichen die rationale Anwendung von Antibiotika zu fördern und damit die Resistenzentwicklung zu bremsen.
    • ob durch einen nutzerzentrierten Ansatz die Akzeptanz von Interventions-Tools in den Bereichen erhöht werden kann.
  • Wer kann sich beteiligen?

    Wir suchen zur Zeit in Berlin, Brandenburg und Thüringen

    … Hausärzte (Allgemeinmediziner oder hausärztlich tätige Internisten), die ab August 2016 innovative Informations- und Kommunikationsmaterialien rund um das Thema Antibiotika und Atemwegsinfektionen im Rahmen einer Interventions-Studie in ihrer Praxis einsetzen möchten.

    Ansprechpartner: Dr. Florian Salm: florian.salm {at} charite.de


    … Tierärzte mit Betreuung schweinehaltender Betriebe sowie Betreiber/Landwirte schweinehaltender Betriebe, die ab voraussichtlich November 2016 innovative Informations- und Kommunikationsmaterialien rund um die Themen Antibiotika und multiresistente Erreger im Rahmen einer Interventions-Studie testen möchten.

    Ansprechpartner: Dr. Esther-Maria Antão: antao.em {at} fu-berlin.de


    … Intensivmedizinische und chirurgische Oberärzte, die ab August 2016 im Rahmen einer Interventionsstudie zur Verbesserung der Antibiotika-Anwendungsqualität im Krankenhaus an einem Train-the-Trainer-Programm teilnehmen möchten.

    Ansprechpartner: Frau Dr. Anne Moeser:  anne.moeser {at} med.uni-jena.de

     

     

  • Wie kann ich als Hausarzt teilnehmen?

    Die Teilnahme an der Studie für Hausärzte aus Berlin, Brandenburg und Thüringen ist einfach: 

    • Wenden Sie sich bitte für Berlin und Brandenburg an Dr. Florian Salm: florian.salm {at} charite.de
    • Für Thüringen an Dr. Inga Petruschke: Inga.Petruschke {at} med.uni-jena.de
    • Sie unterschreiben eine Einverständniserklärung
    • Bestellen sich die kostenfreien Materialien: hier können Sie sich den Bestellflyer herunterladen
    • Während und nach der Studie schicken wir Ihnen einen Fragebogen zu, um die Materialien zu evaluieren.

    Die RAI-Interventionsstudie dient der Erfassung einer Verschreibungsrate von Antibiotika bei akuten Atemwegsinfektionen in den Modellregionen Berlin, Brandenburg und Thüringen im Vergleich zu den Kontrollregionen Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt.